Au Verwandti sind nur Mänsche

Art des Stücks: Komödie in drei Akten (Spieldauer rund 125 Minuten)

Autor: Erich Kästner (Originaltitel: „Verwandte sind auch Menschen“), schweizerdeutsche Bearbeitung durch Martin Willi

Aufführungsrechte: Theaterverlag Marabu, Zürich – 044 382 24 27

Personen: 7 Herren / 6 Damen / 3 Kinder

Zeit: Gegenwart, Bearbeitung des Stücks im Jahre 2001

Ort der Handlung: Landhaus von Stefan Schmidhauser, irgendwo in der Schweiz

Inhaltsangabe: Verwandtschaftsbeziehungen werden auf humorvolle, fast schon ironisch-satirische Art und Weise dargestellt. Stefan Schmidhauser ist vor über 40 Jahren bei einer Erbschaft von seinen Verwandten betrogen worden und ist in die USA ausgewandert. Dort hat er sein Glück gemacht und ist zum Multimillionär geworden. Den Kontakt zu seinen Verwandten hat er schon längst abgebrochen, für ihn sind Verwandte sowieso alles nur Monster und keine Menschen, und alle wollen nur das eine, sein Geld. Um sich für die Bosheiten seiner Verwandten zu rächen, greift er zu einer List: Er täuscht seinen eigenen Tod vor und lässt seine Verwandtschaft, von denen sich die meisten ebenfalls fremd sind, in sein Landhaus in der Schweiz kommen. Alle sind gespannt auf die Testamentseröffnung und spekulieren bereits auf ein riesiges Vermögen, doch die Ernüchterung kommt bald. Der beauftragte Anwalt verliest das Testament des angeblich Verstorbenen, in dem er seinen Diener zum Universalerben einsetzt und zudem alle Verwandten bittet, vier Tage in Frieden und Liebe zusammen im Landhaus zu leben, bevor ein weiterer Brief verlesen wird. Der so genannte Diener ist aber Stefan Schmidhauser selbst und er möchte in diesen vier Tagen seine Theorie von der Schlechtigkeit der Verwandtschaft bestätigt bekommen. Je länger, je mehr, entpuppen sich seine Verwandten aber alles als lauter nette Menschen. Ein weiteres Problem ist ein Journalist, der sich unter einem falschen Namen in die Gesellschaft geschummelt hat, und der nun mit einer Reportage über die Geschehnisse im Landhaus berühmt werden will. Ein übereifriger Möchtegern-Detektiv unter der Verwandtschaft glaubt sogar, dass der vermeintliche Diener den „Verstorbenen“ umgebracht hat um an sein Geld zu kommen und schaltet die Polizei ein. Um allen Verwirrungen und Problemen ein Ende zu setzen, fordert Schmidhauser seinen Anwalt nun auf, ihm seinen zweiten Brief wieder zurückzugeben. Aber dieser ist verschwunden, gestohlen vom Journalisten. Dem Verstorbenen, alias dem Diener, ist dies alles zu viel und er flüchtet. Nun sehen sich die Verwandten gezwungen, selbst für ihr tägliches Wohl zu sorgen, und siehe da: die 13 in ihren Charakteren so unterschiedlichen Personen, freunden sich immer mehr an und werden zu einer richtigen Familie. Dem angeblich verstorbenen Millionär bleibt schlussendlich nichts anderes übrig, als sich zu erkennen zu geben. So kommt es zu einem glücklichen Ende und der Millionär kommt zur Erkenntnis, dass auch Verwandte nur Menschen und keine Monster sind.

Bühnenbild: Salon: Links ist eine Türe, die zur Diele und zum Hauseingang führt. Hinten eine grosse Glastüre, die auf die Veranda und von dort in den Garten führt. Auf der Veranda befinden sich Liegestühle und Terrassenmöbel. Rechts führt eine solide und mächtige Treppe in die oberen Stockwerke. Auf einer Konsole, die das Geländer am Fussende der Treppe abschliesst, steht eine marmorne Büste. Rechts führt eine Tür in die Küche. Zur Einrichtung: Links eine Büchernische, davor ein kleiner Tisch mit Sesseln und Sofa. Rechts befindet sich ein grosser Esstisch mit vielen Stühlen.