De Güggel-Chrieg

Art des Stücks: Lustspiel in zwei Akten (Spieldauer rund 110 Minuten)

Autor: Ulla Kling, Neubearbeitung durch Martin Willi

Aufführungsrechte: Breuninger Verlag, Aarau – 062 824 42 34

Personen: 4 Herren / 7 Damen

Zeit: Gegenwart, verfasst 1982, Neubearbeitung 2003

Ort der Handlung: Die Handlung spielt zwischen den Häusern der Familien Müller und Schmid in Sisseln. Sie kann aber ebenso gut an eine andere Ortschaft angepasst werden.

Inhaltsangabe: Die Familien Müller und Schmid leben schon seit vielen Jahren als Nachbarn in Sisseln. Doch aus der einstigen Freundschaft ist Neid, Hass und Streit geworden. Schuld daran ist Heidi Müllers Hahn Kolumbus. Denn immer wenn es Mitternacht schlägt kräht der Hahn, er kräht nicht auf dem Mist, sondern im Stall, doch dies so laut und krächzend, dass Anna Schmid nicht mehr schlafen kann. Das ist kein Wunder, denn der Stall ist nur acht Meter von Annas Schlafzimmer entfernt. Dieses Problem spitzt sich immer mehr zu und ist bereits zum Dorfgespräch Nummer eins geworden. Ganz Sisseln steht buchstäblich Kopf und die beiden streitbaren Frauen würden sich am liebsten Gift geben! Hahn Kolumbus stört jedoch nicht nur die Schlafenden, er sorgt auch dafür, dass Heidis Töchter Christa und Vroni sich pünktlich von ihren Liebhabern Franz und Thomas trennen. Doch Heidi ahnt, ebenso wie ihre Mutter Lina, nichts von den Liebschaften ihrer zwei Töchter. Maria, die jüngste der drei Geschwister, würde der Mutter ja so gerne alles erzählen, aber immer wird sie von den zwei älteren daran gehindert. Das Schicksal nimmt seinen Lauf: Anna klagt Heidi wegen Nachtruhestörung ein. Mehr noch, sogar der Tierschutz wird eingeschaltet, denn was soll ein Hahn ohne Henne. Für Anna ist dies auch der Grund für das nächtliche Schreien: Entzugserscheinung! Da Xaver Schmid von seiner Angetrauten keine Omelette bekommt, weil diese zu sehr unter dem Krähen leidet, geht er halt, nur im Nachthemd, zur Nachbarin. Das ist zu viel für Anna, das ist ein Scheidungsgrund. So muss der geplagte Xaver von nun an im Stall bei Kolumbus übernachten. Auch die Liebschaften der Müller-Töchter drohen ob dem „Güggelchrieg“ in die Brüche zu gehen. Um Kolumbus vor dem Todesurteil zu retten, wird eigens der Tierpsychologe Markus Knöpfli beauftragt, den Hahn zu untersuchen. Knöpfli verliebt sich in Maria und stellt bei der Untersuchung des kuriosen Hahns eine verblüffende Diagnose, von der auch die Bezirksrichterin Von Allmen überrascht ist. Doch ob dies Kolumbus am Leben erhält? Werden die beiden streitbaren Frauen wieder Frieden schliessen? Kommen die Liebschaften der Müller-Töchter wieder ins Lot? Fragen über Fragen, die das turbulente Lustspiel erst am Schluss auflösen wird…

Bühnenbild: Links steht das Haus (mindestens drei Fenster) der Familie Müller mit angedeutetem Hühnerhof und Tisch mit zwei Bänken vor dem Haus. Rechts befindet sich das Haus der Familie Schmid. Zwischen den Häusern steht eine Strassenlaterne. Nach hinten geht es auf einer Strasse ins Dorf.