Die rote Zora und ihre Bande

Art des Stücks: Abenteuerliches Theaterstück in zwei Akten (Spieldauer rund 80 Minuten)

Autor: Martin Willi, frei nach dem gleichnamigen Roman von Kurt Held

Aufführungsrechte: Theaterverlag Marabu, Zürich – 044 382 24 27

Personen: 2 Herren / 2 Damen / 4 Knaben / 12 Mädchen

Zeit: Irgendwann zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg, es ist Sommer.

Ort der Handlung: Rund um die kleine Stadt Senj im Uskokengebirge von Kroatien.

Inhaltsangabe: Ein Klassiker, nicht nur in Sachen „Freundschaft“, ist „Die rote Zora und ihre Bande“. Bereits 1941 erschienen hat die Geschichte bis heute nichts an Attraktivität eingebüsst. Der Schauplatz der Handlung ist Kroatien – ein Land, das seit einigen Jahren verstärkt im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht. Die Geschichte von der Bande um die rote Zora erhält damit einen aktuellen Bezug zur Wirklichkeit des Zuschauers. Hauptfiguren dieses Abenteuers sind fünf elternlose Kinder, die sich in der kroatischen Kleinstadt Senj zu einer Bande zusammenschliessen und sich selbst „die Uskoken“ nennen. Um zu überleben begehen sie kleine Diebstähle, die immer wieder zu Auseinandersetzungen mit den Senjer Bürgern führen. Branko lebt in Senj. Er ist der Sohn eines herumreisenden Geigers (den er alle zwei bis drei Jahre einmal sieht) und einer Tabakarbeiterin. Plötzlich stirbt seine Mutter an einer Tabakvergiftung und Branko ist alleine. Auf dem Marktplatz findet Branko am Boden einen Fisch und wird deshalb eines Diebstahls verdächtigt. Er kommt ins Gefängnis. Die rote Zora befreit ihn und nimmt ihn in ihre Bande auf, die in einer alten verlassenen Burg wohnt. Zusammen erleben sie spannende Abenteuer. Die Kinder verstossen zwar gegen die Konventionen der Gesellschaft, halten sich aber innerhalb der Bande an feste Regeln: Jeder hat seine Aufgaben und einen festen Platz in der Gruppe. Die rote Zora, das einzige Mädchen, ist die streitschlichtende, niemals herrische Anführerin. Wer Mitglied ihrer Bande werden will, muss eine Aufnahmeprüfung bestehen, in der er Mut und Geschicklichkeit beweisen soll. Die oberste Regel der Gruppe ist Solidarität. Kurt Kläber, der 1933 als Kommunist vor den Nazis aus Deutschland flüchten musste, wählte das Pseudonym Kurt Held, um trotz Schreibverbots für Ausländer in der Schweiz seine Bücher veröffentlichen zu können. „Die rote Zora und ihre Bande“ beruht auf einer wahren Begebenheit. Sie wurde vom Bayrischen Rundfunk als 13teilige Fernsehserie verfilmt und 1980 zum ersten Mal ausgestrahlt.

Bühnenbild: Um einen möglichst schnellen Umbau zu ermöglichen sollten sich jeweils nur die notwendigsten Gegenstände auf der Bühne befinden.