Eusi beschte Täg

Art des Stücks: Romantische Komödie in zwei Akten (Spieldauer rund 130 Minuten)

Autor: Frank Pinkus, schweizerdeutsche Bearbeitung Martin Willi (Originaltitel: „Die besten Tage meines Lebens“)

Aufführungsrechte: VVB, Buchweizenkoppel 19, Postfach 2045, D-22810 Norderstedt

Personen: 1 Herr / 1 Dame

Zeit: Gegenwart, Uraufführung 2002, Bearbeitung 2004

Ort der Handlung: Wohnzimmer von Anna und Klaus

Inhaltsangabe: Anna Schäfer ist eine attraktive Frau, fröhlich, unkompliziert und sehr direkt, verheiratet mit Christoph, einem Gynäkologen, keine Kinder. Sie selbst ist Malerin, ursprünglich mal Krankenschwester, aber durch die Heirat mit Christoph in der glücklichen Lage, sich ihrem Hobby und ihrer Berufung widmen zu können. Eine starke Frau voller Gefühle, voller Emotionen, voller Lebensfreude. Eine Frau, die gerne lacht und dafür auch mal Unsinn macht, der ihrem Mann nicht ganz zugänglich ist. Anna ist nicht sehr gross, aber äusserliche Grösse hat sie gar nicht nötig. Sie fällt immer auf, man übersieht sie nie. Nicht etwa, weil sie penetrant oder laut ist, sondern einfach präsent in ihrem Optimismus und ihrer Ausstrahlung. Klaus Kessler ist jemand, der einem auf Anhieb sympathisch ist, der aber niemandem auffällt. Er ist fast der klassische Verlierer-Typ, ein netter Kerl, der nie den grossen Schritt geschafft hat, weder beruflich noch privat. Nicht, dass seine Ehe mit Ute unglücklich wäre, absolut nicht. Aber man kann auch nicht sagen, sie sei glücklich. Dabei hätte Klaus alle Möglichkeiten, er sieht nicht übel aus, mittelgross und kräftig, wenn auch ein bisschen unsportlich. Aber er macht nichts aus sich und er ist nicht eben mit besonderem Selbstbewusstsein gesegnet. Er ist Gartenbauarchitekt, und das wirklich aus Überzeugung; aber er fühlt sich nicht wohl in der Firma, in der er arbeitet. Und zur Selbständigkeit fehlt ihm der Mut. Seine Frau Ute ist Lehrerin für Englisch und Sport, die treibende Kraft in der Beziehung. Auch sie haben keine Kinder. Das Stück beginnt als Klaus und Anna ihren Ehepartnern Rede und Antwort stehen müssen, denn sie sind am letzten Samstag zusammen gesehen worden. Was ist zwischen ihnen? Haben sie ein Verhältnis? Und während die beiden dem Publikum, das in die Rolle der Ehegatten tritt, gegenüberstehen, entwickelt sich auf der Bühne mit einfachsten szenischen Mitteln die Geschichte einer fast lebenslangen Freundschaft. Auch wenn es zu Beginn bei ihrem Kennen lernen, am ersten Schultag, gar nicht so aussah. Klaus und Anna treffen sich immer wieder, beim Tanzkurs, als Klaus in der Rekrutenschule ist, vor der Sauna, in der Geisterbahn… Die Vorzeichen dieser Treffen sind selten günstig und so enden diese meistens im Chaos. Und doch entwickelt sich, von beiden unbemerkt, eine Freundschaft, die stärker und stärker wird.

Bühnenbild: Ein heller, klarer Einheitsraum. Wenige Requisiten bilden die einzelnen Stationen (Szenen). Rechts die Ecke für Klaus, links die für Anna. „Ecke“ heisst hier: ein Stuhl, eine Art Paravent zum Umziehen, eine Garderobenstange mit allen nötigen Kostümen für beide.