Ignatius, Bauernkaiser von Laufenburg

Art des Stücks: Freilichttheater, verfasst für das 800jährige Jubiläum der Städte Laufenburg am Rhein (Spieldauer rund 100 Minuten)

Autor: Martin Willi

Aufführungsrechte: Martin Willi, Rhypark 8, 5080 Laufenburg – 079 329 19 33

Personen: Rund 35-40 Textrollen, sowie ca. 20-25 Statisten

Zeit: zwischen 1618 und 2207

Ort der Handlung: Laufenburg am Rhein

Inhaltsangabe: 1207 bis 2007: 800 Jahre Stadt Laufenburg, ein grenzüberschreitendes Ereignis, denn seit 1802 ist die einst gemeinsame Stadt durch den Rhein als Staatsgrenze getrennt. In jüngster Vergangenheit jedoch sind die Menschen der Städte Laufenburg wieder vermehrt zusammen gewachsen, zwei Länder – eine Stadt, ein Motto das Zukunft haben wird. Das hier vorliegende Werk eines Freilichttheaters entführt das Publikum in das Laufenburg während des Dreissigjährigen Krieges von 1618 bis 1648, sowie in die Nachkriegszeit bis ins Jahre 1660 als in Laufenburg das Kapuzinerkloster an den Kapuzinerorden übergeben wurde. Fricktal war Kriegsschauplatz und Laufenburg wurde mehrmals zwischen den schwedischen, kaiserlichen und schliesslich französischen Truppen hin- und hergerissen. Die Menschen litten unter Hunger, Pest, Plünderungen und Gewalt. Erzählt wird die Geschichte des Paters Ignatius Eggs, der eine wichtige Funktion bei der Realisation des Kapuzinerklosters in Laufenburg inne hatte. Die Grundsteinlegung für das Kloster war am 14. Juni 1652, die Aufrichtung des Kreuzes erfolgte zwei Jahre später. Am 4. April 1660 fand die Übergabe der Kirche und des ganzen Klosterkomplexes an die Kapuziner durch den Basler Weihbischof Thomas Heinrich statt. Nebst der Tätigkeit um das Kapuzinerkloster soll Pater Ignatius auch eine bedeutende Rolle im Kampf der Untertanen und Bauern gegen die Besetzer der Stadt Laufenburg gehabt haben. Ignatius Eggs wird hier in diesem Werk als Bauernkaiser tituliert. Einen Bauernkaiser soll es während des Dreissigjährigen Krieges tatsächlich gegeben haben, ob es aber wirklich Ignatius Eggs war, das sei dahingestellt. Auch die Autorin Petra Gabriel nennt Eggs in ihrem Roman „Die Gefangene des Kardinals“ als Bauernkaiser, weist aber ebenfalls darauf hin, dass dies nicht erwiesen sei. Vor allem aufgrund seines Jahrgangs erscheint es mir persönlich nicht realistisch, dass Pater Ignatius der Bauernkaiser war, dennoch nimmt er hier in diesem Werk diese Rolle ein. Was die geschichtlichen Ereignisse betrifft halte ich mich weitgehend an die erwiesenen Fakten und Tatsachen, wie diese überliefert wurden, wobei in den Details Ergänzungen und Ausschmückungen vorgenommen wurden, die urkundlich nicht belegbar sind. Vieles ist reine Fiktion, vielleicht aber trifft diese Fiktion mit der Wahrheit in manchen Dingen überein. Was wissen wir denn schon ganz genau wie es war vor fast vierhundert Jahren… Nebst all den dramatischen Ereignissen soll dem Zuschauer aber auch Freude und Liebe gezeigt werden, auch wenn die Liebe nicht immer von einem glücklichen Ende gesegnet ist. So auch die Liebe von Pater Ignatius zu Magdalena, einem einfachen Mädchen aus Klein Laufenburg. Das Stück beginnt jedoch nicht in der Vergangenheit während des Dreissigjährigen Krieges sondern in der Zukunft, ein Wechselspiel zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft soll die Zuschauer nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen… Noch ein Wort zur angewandten Sprache: das Stück wurde in einem einheitlichen Schweizerdeutsch verfasst. Also alle Figuren (Laufenburger, Franzosen, Schweden etc.) sprechen in der gleichen Sprache. Auch auf die im 17. Jahrhundert, selbst in der Familie oder unter Freunden, übliche Sieform, habe ich der Einfachheit halber verzichtet. Dies aus Gründen der Verständlichkeit für Spieler wie auch für Zuschauer.

Bühnenbild: Die Bühne sollte so entworfen sein, dass schnelle Bildwechsel möglich sind.